Gemeinschaftskonto Vergleich

Spätestens, wenn Paare eine Wohnung zusammen nehmen, egal ob verheiratet oder nicht, stellt sich im nun gemeinsamen Haushalt die Frage, ob man ein gemeinsames Konto nutzt. Über das Gemeinschfatskonto können dann die gemeinsamen Kosten abgwickelt werden und jeder kann weiterhin sein eigenes privates Girokonto behalten.

Ein Gemeinschaftskonto lohnt sich nicht nur für Paare, sondern zum Beispiel auch für Wohngemeinschaften (WGs). Wir stellen in unserem Gemeinschaftskonto Vergleich nur Girokonten vor, die entweder generell kostenlos angeboten werden oder bei denen zumindest mit einem regelmäßigen Geldeingang die Kontoführungsgebühr entfällt.

Gemeinschaftskonto Vergleich

Top 3 Gemeinschaftskonto

Kontopreis

monatlich

Geld-

eingang

Dispo

Zins

Konto

Karten

Geld-

automaten

Nutzung

Ausland

Details

DKB Girokonto

DKB Girokonto

0€ 0€ 6,90%

Maestro + girocard

VISA Kreditkarte

50.000 Welt

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ING DiBa Girokonto

ING DiBa Girokonto

0€ 0€ 6,99%

Maestro + girocard

Visa Debitcard

50.000 €-Zone

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Norisbank Girokonto

Norisbank Girokonto

0€ 0€ 10,85%

Maestro + girocard

Mastercard Kreditkarte

9.000 Welt

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weitere Girokonten (<- anklicken)

1822direkt Girokonto

1822direkt Girokonto

0€ 1€ 7,43%

Maestro + girocard

VISA Kreditkarte

25.000 Nein

zum Anbieter

Comdirect Girokonto

comdirect Girokonto

0€ 0€ 6,50%

VPay + girocard

VISA Kreditkarte

9.000 Welt

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Santander Girokonto

Santander 123Girokonto

0€ 0€ 7,49%

Maestro + girocard

VISA Kreditkarte

2.900 Nein

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Postbank Girokonto

Postbank Giro extra plus

0€ 3.000€ 8,68%

VPay + girocard

VISA Kreditkarte

9.000 Nein

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Commerzbank Girokonto

Commerzbank Girokonto

0€ 1.200€ 10,25%

Maestro + girocard

VISA Kreditkarte

9.000 Nein

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Was ist ein Gemeinschaftskonto?

Gemeinschaftskonto VergleichUnter einem Gemeinschaftskonto versteht das Bankwesen ein Konto, über das mehrere Berechtigte, aber mindestens zwei Inhaber, gleichberechtigt verfügen dürfen.

Mit der Einrichtung eines Gemeinschaftskontos gewähren Kreditinstitute gleich mehreren Kontoinhabern die Verfügungsmöglichkeiten über ein und dasselbe Konto. Das ist der Unterschied zum Einzelkonto, worüber nur der Kontoinhaber allein verfügungsberechtigt ist.
Aus der Definition geht hervor dass ein Gemeinschaftskonto nicht nur für Paare geeignet ist, sondern sich auch für Vereinigungen und Vereine, Hausgemeinschaften, Wohngemeinschaften usw. eignet.
Wir beschränken uns aber hier auf das in der Praxis am häufigsten genutzte Gemeinschaftskonto, das als Partnerkonto geführt wird.

Wie kann man ein Partnerkonto eröffnen?

Auch hier sollte am Anfang ein Gemeinschaftskonto Vergleich stehen, der die Stärken und Schwächen aller Gemeinschaftskonten offenlegt. Hier geht es in der Regel um eventuelle Kosten für die Kontoführung, die Konditionen für den Dispositionskredit, die kostenlose Versorgung mit Bargeld (Automatennetz der Banken), Kosten für die Kreditkarten etc., also alles, was man bei einem eigenem Konto auch vergleichen sollte.

In der Tabelle stellen wir eine Reihe empfehlenswerter Girokonten vor, bei denen die Eröffnung als Gemeinschaftskonto problemlos möglich ist. Direkt am Anfang des Kontoeröffnungsantrages (oder wie z.B. bei der DKB am Ende der ersten Seite) wird man gefragt, ob das Konto als Einzel- oder Gemeinschaftskonto eröffnet werden soll. Die Kontoeröffnung unterscheidet sich dann nicht von der Eröffnung eines Einzelkontos, außer dass man die Daten zweier Kontoinhaber eingeben muss. Die notwendige Identifikationsprüfung (Kontrolle der Ausweispapiere der Kontoinhaber z.B. mittels Postident) muss ebenfalls von beiden Inhabern des Partnerkontos absolviert werden.

Ein Gemeinschaftskonto bei einer Direktbank oder Filialbank eröffnen?

Wie bei jeder Kontoeröffnung stellt sich die Frage, ob man sein Girokonto bei einer Direkt- oder Filialbank eröffnen soll. Die Direktbanken bieten meist die besseren Konditionen, die allerdings durch das Fehlen von Geschäftsstellen vor Ort erkauft werden. Wer sich mit dem Online-Banking schwer tut, kann als Gemeinschaftskonto erneut eine Filialbank wählen oder sich zumindest bei diesem Konto daran gewöhnen seine Bankgeschäfte online abzuwickeln.

Die Wahl eines Gemeinschaftskontos sollte jedoch gerade bei Paaren ebenfalls von den bereits vorhandenen Girokonten abhängen. Im Idealfall ergänzt man seine bisherige Bankverbindung durch ein gemeinsames Girokonto, was weitere Stärken mit sich bringt. Ist man z.B. bisher Kunde bei einer Sparkasse, lohnt sich die Kontoeröffnung bei einer Privatbank, um zusätzlich bei einem anderen Geldautomatenverbund abheben zu können.

Nutzen beide Partner bisher nur Girokonten bei einer Direktbank und haben keine direkte Möglichkeit Bargeld auf ihre Konten einzuzahlen, macht die Ergänzung ihrer Bankverbindungen durch eine Filialbank Sinn oder einer Direktbank wie der Norisbank, Comdirect oder auch der ING DiBa, bei der man die Möglichkeit hat kostenlos Bargeld auf das Konto einzuzahlen.

Bestes GemeinschaftskontoBestes Gemeinschaftskonto im Vergleich

Ein bestes Gemeinschaftskonto können wir nicht küren. Wie im vorherigen Abschnitt angesprochen sucht man sich am besten ein Gemeinschaftskonto, welches die vorhandenen Bankverbindungen ideal ergänzt. Außerdem sollte man nur ein kostenloses Gemeinschaftskonto eröffnen, da die Konten von Banken mit Gebühren unseren Erfahrungen nach keine besseren Konditionen bieten.

Welche Direktbank ist zu empfehlen?

Die bedingungslos kostenlosen Gemeinschaftskonten der Norisbank, ING DiBa und DKB können uneingeschränkt empfohlen werden. Die DKB bietet jedoch keine (bzw. kaum) Möglichkeiten kostenlos Bargeld einzuzahlen. Für ein Haushaltskonto sollte diese Schwäche jedoch in der Regel verkraftbar sein.

Welche Filialbank ist zu empfehlen?

Von den Filialbanken stellen wir als Gemeinschaftskonten nur drei Girokonten vor. Banken wie die Deutsche Bank bieten zum Beispiel kein kostenloses Girokonto an, weshalb wir als Gemeinschaftskonto lieber eine kostenlose Alternative vorziehen würden. Bei der Commerzbank und Postbank entfällt bei einem monatlichen Mindestgeldeingang automatisch die Kontoführungsgebühr und das Gemeinschaftskonto der Santander Bank ist bedingungslos kostenlos.

Beim Girokonto der Postbank handelt es sich um ein Premiumkonto. Der geforderte Mindestgeldeingang wird sicherlich auf viele abschreckend wirken. Es gibt jedoch auch Paare, die monatlich einen solch hohen Geldzufluss auf ihrem Partnerkonto haben und somit ein sehr gutes Gemeinschaftskonto bei einer Filialbank kostenlos nutzen können. Falls man eine Filialbank wünscht und einen geringeren Geldeingang auf dem Konto hat, sollte man sich das Girokonto der Commerzbank ansehen, bei dem der Mindestgeldeingang zur Befreiung von der Kontoführungsgebühr bei "nur" 1.200 liegt.

Die Santander Bank ist einer der wenigen Filialbanken mit einem bedingungslos kostenlosen Girokonto. Nutzt man das Konto als Partnerkonto, lassen sich zusätzlich leicht 36€ an Prämien im Jahr verdienen, da die Bank die regelmäßige Kontonutzung belohnt (z.B. 1€ für jeden Monat mit Geldeingang > 600€ und 2€ im Monat, wenn mehr als 3 Lastschriften abgingen).

Ja, Sie haben richtig gelesen, die Santander Bank schenkt Kunden jedes Jahr 36€, wenn diese das Girokonto nutzen. Allerdings stehen Kunden der Santander Bank in ganz Deutschland nur ca. 3.000 Geldautomaten zur Verfügung, an denen sie kostenlos Geld abheben können. Nutzt man das Konto eher als online Haushaltskonto für die gemeinsamen Ausgabenn wie Miete, Telefon, Strom usw. und muss man nur selten Bargeld am Geldautomaten abheben, ist dieser Nachteil sicherlich verkraftbar.

Erklärung GemeinschaftskontoDie zwei unterschiedlichen Arten eines Gemeinschaftskontos

In der Regel nicht relevant, aber der form halber wollen wir hier noch die beiden unterschiedlichen Arten eines Gemeinschaftskontos vorstellen. Für ein Partnerkonto, welches für die Abwicklung der gemeinsame Ausgaben genutzt werden soll, ist eigentlich nur das "Oder-Konto" praktikabel. Außerdem taucht die Frage, ob das Girokonto als "Und-Konto" geführt werden soll, nur noch bei den wenigsten Kontoeröffnungen auf.

Das "Und-Konto" und seine Nachteile

Ein „Und-Konto" ist ein Konto, bei der eine Verfügung, z.B. eine Überweisung, nur mit der Zustimmung beider Kontoinhaber erfolgen kann. Es wird damit abgesichert, dass keine Überweisung eines Partners allein ausgeführt wird, egal wie hoch der Betrag ist. Die Auflösung eines „Und-Kontos" kann auch wieder nur mit der Zustimmung des Partners erfolgen. Das mag zwar für Vereine und Wohngemeinschaften auf Zeit wie eine Studenten-WG, wo sich die Kontoinhaber nicht so gut kennen und vertrauen, eine Absicherung sein, aber für eine Partnerschaft ist es doch weniger geeignet.

(Außerdem ist die Kontoführung bei einer Direktbank als "Und-Konto" nur schwer möglich, auch wenn dies z.B. beim Vereinskonto der Skatbank möglich ist. Bei dem Vereinskonto wird bei der Wahl der Gemeinschaftsvollmacht dafür gesorgt, dass alle zustimmungspflichtigen Personen einer Transaktion über ihr eigenes Online-Banking zustimmen müssen, bevor diese freigegeben wird.)

"Oder-Konto" - das übliche Gemeinschaftskonto

Deshalb wird die überwiegende Anzahl der Partnerkonten auch als „Oder-Konten" geführt. Hier autorisiert einer der Kontoinhaber die Verfügung und das ausführende Kreditinstitut geht automatisch von einer Zustimmung des anderen Kontoinhabers aus.

Ein „Oder-Konto" setzt natürlich ein hohes Maß an gegenseitigem Vertrauen voraus. Denn die Bank übernimmt in diesen Fall für einen Missbrauch oder eine falsche Nutzung des Kontos keine Haftung für eine vom anderen Partner nicht gewollte Transaktion. So kann es zum Beispiel passieren, dass bei einem Paar, das sich trennen möchte, ein Partner das Guthaben abhebt und möglicherweise auch noch den Dispokredit dabei voll ausschöpft. Das ist zwar moralisch verwerflich, dieses Vorgehen ist aber durch das Gesetz gedeckt.
Besser ist in jedem Fall eine andere Variante. Jeder behält sein Konto und überweist die laufenden Beträge, die für die tägliche Lebensführung gebraucht werden nach einem vorher vereinbarten Schlüssel auf das Partnerkonto (Miete, Strom, Gebühren, Ratenzahlungen für in Anspruch genommene Kredite etc.). So bleibt jeder Herr über seine eigenen Finanzen.